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Kontakt:


Gaststätte Wilhelm Hoeck
Wilmersdorfer Straße 149
10 58 5 Berlin
Telefon: 030 / 34 18 17 4
Fax: 030 / 34 13 11 0


Internet: www.wilhelm-hoeck.de
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag: 11.00 bis 1.00 Uhr (Küche bis 23.00 Uhr)
Sonntag: 16.00 Uhr bis Mitternacht


Gaststätte Wilhelm Hoeck


Es sieht aus wie eine Kneipe, riecht wie eine Kneipe, ist aber ein Denkmal. Tatsächlich steht der Schankraum der Gaststätte Hoeck samt Inventar unter Denkmalschutz, denn hier hat sich seit Heinrich Zilles Tagen nicht wirklich viel verändert. Im Jahr 1892 eröffnete Wilhelm Hoeck in der Wilmersdorfischen Straße (so hieß die Wilmersdorfer damals) eine „Destille und Liqueurfabrik“, Wein- und Sekthandlung inklusive Probierstube.


Aus der Probierstube wurde nach und nach die heutige Kneipe: Ein etwa zehn Meter langer Holztresen, der sich durch den gesamten Gastraum zieht, bis zur Decke reichende und mit Schnitzereien verzierte Holzregale, voll mit Schnapsfässern, Likör- und Weinflaschen, ein mit Steinfliesen gekachelter Fußboden. Auf dem Tresen, den Kerben eines Granatsplittereinschlags aus dem Zweiten Weltkrieg zieren, stehen eine kupferfarbene massive Registrierkasse von Krupp, ein dicker „Mampe“-Elefant, eine Glaskruke mit Soleiern. Der ganze Raum ist braun vom Tabakqualm aus über 100 Jahren. Nur der Ventilator an der Decke, die drei Kugellampen, die nur wenig schummeriges Licht verbreiten, und die wackelig aussehenden, aber dennoch stabilen Holzstühle sind Zeugnisse der letzten 40 Jahre.


Links hinten in einer Nische neben dem Klavier steht eine Music-Box und dudelt für einen Euro pro Lied die Hits der sechziger und siebziger Jahre von Hildegard Knef, Charles Aznavour, Rocco Granata oder Freddy Quinn. Nachts, wenn die meisten Gäste schon einige Schnäpse intus haben, ertönt mit schöner Regelmäßigkeit Bill HaleysRock Around The Clock“. Irgendwie ist das Hoeck eben auch eine Kneipe für Rocker (in Rente).


Früher waren unter den Gästen Schlagersänger, deren Namen längst vergessen sind, obwohl ihre Fotos noch an der Wand hängen. Stammgäste sind heute jede Menge Geschäftsleute aus der Nachbarschaft, lokal bekannte Lebenskünstler und Anwohner. Ulrich Mühe und Jörg Gudzuhn drehten hier einige Folgen der TV-Krimiserie „Der letzte Zeuge“. Auch für andere Filmproduktionen diente die Kneipe als Kulisse (zum Beispiel für Dominik Grafs Charlottenburg-Krimi „Im Angesicht des Verbrechens“).


Übrigens: Heinrich Zille war bei Hoeck tatsächlich leibhaftig zu Gast – anders als in manchen „original Berliner Kneipen“, die sich mit seinem Namen schmücken. Es existieren einige Zille-Zeichnungen mit Titeln wie „In Hoecks Destille“.


Betritt man das Lokal, befindet sich rechts der langgestreckte Tresen, davor zwei rechteckige Tresentische mit Hockern, links vier runde Kneipentische, in einer Nische Klavier und Music-Box, hinter einem hölzernen Raumteiler weitere vier Tische, geradeaus ein Gang mit den Toiletten (links erst Herren-PP, dann Herren, schließlich die Damen-Toilette).


Vom zweiten Gastraum aus öffnet sich links eine Durchgangstür zum Speise-Restaurant (für Nichtraucher), das man auch von der Straße aus betreten kann: ein großer schmuckloser Raum ganz ohne die Patina der Kneipe mit 16 rechteckigen Holztischen (jeweils 4 bis 6 Plätze), zwei davon am Fenster. Vom Straßeneingang aus links steht ein offener langgestreckter Koch- und Service-Tresen, dessen Dunstabzugshaube dafür sorgt, dass sich die Speisengerüche nicht im gesamten Raum verteilen.


Die Tageskarte gilt bis 18 Uhr und bietet zu Preisen um 10 Euro Hausmannskost mit frischen Produkten aus der Region, zum Beispiel Rixdorfer Blutwurst mit Äpfeln und Kartoffelpürree, Berliner Kalbsleber, Sauerbraten mit hausgemachten Klößen. Abends sind die Gerichte etwa zwei Euro teurer. Ein Pils vom Fass oder eine Fassbrause kosten je 2 Euro 80 (für 0,4 Liter), eine Tasse italienischer Kaffee 1 Euro 90.


Wegbeschreibung vom Zentralpunkt/Sternverteiler Plus-Kreuzung Haubachstraße/ Wilmersdorfer Straße zur Gaststätte Hoeck, Wilmersdorfer Straße 149, 10 58 5 Berlin


Begriffserklärungen und Erläuterungen zu den Wegbeschreibungen finden Sie hier auf unserer Seite.


Links entlang. Rechter Hand Wilmersdorfer Straße. Etwa 80 Meter weiter (Achtung: Häuser- und Straßenkante möbliert!) bis zur Plus-Kreuzung Wilmersdorfer Straße/ Thrasoltstraße. Die Thrasoltstraße überqueren. Rechter Hand Wilmersdorfer Straße. Etwa 110 Meter weiter (Achtung: Häuser- und Straßenkante möbliert!) bis zur Plus-Kreuzung Wilmersdorfer Straße/Zillestraße. 180-Grad-Drehung. Linker Hand Wilmersdorfer Straße. Wenige Schritte weiter. An der Straßenkante orientieren. Etwa zwanzig Meter weiter bis zum zweiten Stromverteilerkasten. Wenige Schritte weiter ist die Gaststätte Hoeck.


Flache Stufe. Efeubewuchs. Glastür ist nach innen versetzt. Metallklinke.