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Begriffserklärungen und Erläuterungen zu den Wegbeschreibungen


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Diese aktualisierte Textfassung unterscheidet sich von der Audio-Datei durch größere Präzision und zahlreichere Fallbeispiele.


„...in der Mitte…“


Zeigt an, dass die Laufrichtung auf dem Treppenaufgang / -abgang mit der in dem Satz genannten Fahrtrichtung übereinstimmt. Beispiel: „Ausgang in der Mitte des Bahnsteiges in Fahrtrichtung Ostkreuz.“


„Wenige Schritte weiter…“


Zeigt an, dass bis zu fünf Meter zu gehen sind. Beispiel: „Wenige Schritte weiter ist das Cafe Sonnenschein.“


„Einige Meter weiter …“


Zeigt an, dass zwischen fünf und zehn Meter zu gehen sind. Beispiel: Einige Meter weiter ist das Hotel Einstein.

- Grundsätzlich stehen Entfernungsangaben in Schritten oder Metern für temporäre Einschätzungen der Wegführung.


„…weiter…“


Zeigt an, dass die Etappe geradeaus in die einzuschlagende Richtung fortzusetzen ist. Beispiel: Etwa 40 Meter weiter bis zur ersten Einfahrt.


„…weiter (Achtung: …!; …!) bis …“


Dieses „Achtung“ zeigt stets eine potentielle Gefahr an, die auf der zurückzulegenden Etappe zu erwarten ist. Beispiel: „Etwa zwanzig Meter weiter (Achtung: Häuserkante möbliert!) bis zur ersten Einfahrt.“


„180-Grad-Drehung.“


Diese 180-Grad-Drehung ist eine halbe Drehung um die eigene Achse; es leitet ein Zurückgehen auf der bereits zurückgelegten Etappe ein und dient der sicheren Wegführung. Beispiel: „Etwa 40 Meter weiter bis zur T-Kreuzung Antonstraße / Einsteinstraße. 180-Grad-Drehung. Rechter Hand Antonstraße. Einige Meter weiter ist das Cafe Anton.“


„Fußgängerweg mit Fahrradweg.“


Zeigt an, dass der Fahrradweg parallel zum Fußgängerweg verläuft. Beispiel: „Der Treppenaufgang endet auf dem Fußgängerweg mit Fahrradweg. Etwa zwanzig Meter weiter (Achtung: Fußgängerweg mit Fahrradweg!) bis zur ersten Einfahrt.“


„Rechts / Links orientieren.“


Zeigt an, dass eine 45-Grad-Ausrichtung mit suchendem Charakter zu erfolgen hat; ist ein „leicht“ hinzugesetzt, erhöht sich der suchende Charakter. Beispiel: „Etwa 40 Meter weiter bis zur T-Kreuzung Antonstraße / Einsteinstraße. Die Einsteinstraße überqueren. Linker Hand Antonstraße. Rechts orientieren. Wenige Schritte weiter ist das Cafe Luna. Eckhaus-Eingang“


„Rechts / Links entlang.“


Zeigt an, dass konsequent eine 90-Grad-Ausrichtung (Rechter Winkel) zu erfolgen hat. Beispiel: „ Die Einsteinstraße überqueren. Linker Hand Antonstraße. Rechts entlang. Rechter Hand Einsteinstraße.“


„Rechter / Linker Hand …“


Dient der zusätzlichen Orientierung; es werden hiermit Faktoren bestimmt, an denen sich der Nutzer vorbei oder entlang bewegt. Beispiel: „Der Treppenaufgang endet auf dem Fußgängerweg. Linker Hand Antonstraße.“ ; oder: „Etwa zwanzig Meter weiter ( Rechter Hand Glasfront) bis zur ersten Einfahrt.“


„180-Grad-Drehung nach rechts / links.“


Diese 180-Grad-Drehung nach rechts oder links zeigt an, dass um etwas ( Treppengeländer; Mauer ) herumzugehen ist. Beispiel: „Der Treppenaufgang endet auf dem Fußgängerweg mit Fahrradweg. Linker Hand Antonstraße. 180-Grad-Drehung nach rechts. Rechter Hand Antonstraße.“


Kreuzungen


Eine Kreuzung wird durch Nennung zweier Straßen erkannt. Die zuerst erwähnte Straße ist die Straße des Aufenthaltes. Beispiel: Der Nutzer ist auf der Antonstraße unterwegs und bewegt sich auf die Einsteinstraße zu „ Etwa 40 Meter weiter bis zur T-Kreuzung Antonstraße / Einsteinstraße.“

Der Kreuzungs-Typ ( T-, Plus-, Y-, Stern-Kreuzung oder Kreisverkehr wird bei der ersten Erwähnung definiert; hat eine Kreuzung an allen Schenkeln verschiedene Straßennamen, finden nur die Straßen Erwähnung, die für die Wegführung relevant sind.


Einfahrten


Zeigen gepflasterte Unterbrechungen des Fußgängerweges an; sie dienen der Orientierung und ermöglichen, die Wegführung in Etappen zu gliedern.

Ist eine Straße wie eine Einfahrt gestaltet, heißt es: „Die Straße ist wie eine Einfahrt gepflastert.“ Beispiel: „Etwa vierzig Meter weiter bis zur Plus-Kreuzung Antonstraße / Blumenstraße. Achtung: Poller! Die Blumenstraße ist wie eine Einfahrt gepflastert.“


„Achtung: Häuser / und Straßenkante möbliert!“


Die Häuserkante definiert die innere Leitlinie, die Straßenkante die äußere. Beide sind in Berlin kleinformatige Pflasterungen, die den Fußgängerweg einfassen.

Angezeigt werden mit „möbliert!“ bewegliche Gegenstände (Tische, Stühle, Aufsteller et cetera) im öffentlichen Straßenland.


Ampelanlagen


Innerhalb einer Kreuzung sind Ampeln stets gleich ausgestattet. Der Ampel-Typ wird deswegen nur einmal erwähnt.

Die nicht barrierefreie Ampel hat keinerlei Ausstattung für Blinde und Sehbehinderte.

Die Bedarfsampel schaltet nur nach Aktivierung auf Grün; dabei gibt es nicht barrierefreie, taktile und taktil-akustische Bedarfsampeln.

Die taktile Ampel ist barrierearm. Am Ampelpfahl ist eine Tastmechanik mit Richtungspfeil installiert. Nach Aktivierung vibriert dieser während der Grünphase.

Die taktil-akustische Ampel ist barrierefrei. Ein Klopfgeräusch dient zum Auffinden des Ampelpfahles. Die Ampel verfügt wie die taktile Ampel über eine Tastmechanik mit Richtungspfeil. Bei Aktivierung zeigt darüber hinaus ein Piep -Ton die Grünphase an.


„… überqueren. Achtung: Poller!“


Grundsätzlich wird nach „überqueren.“ und einer Richtungsänderung (Linker / Rechter Hand), die Straße erwähnt, auf der der Nutzer angelangt ist.
Beispiel: “ ... bis zur Plus-Kreuzung Antonstraße / Blumenstraße. Achtung: Poller! Die Blumenstraße ist wie eine Einfahrt gepflastert. Die Blumenstraße überqueren. Achtung Poller! Rechter Hand Antonstraße.


„Poller.“ und „Achtung: Poller!“


Poller flankieren Einfahrten und Straßen.
Sind Poller vorhanden und gehört das Überqueren der nachfolgenden Straße zur Wegführung, leitet das „Achtung: Poller!“ dieses ein.
Poller ohne Achtung und Ausrufezeichen leitet entweder eine 180-Grad-Drehung oder eine Richtungsänderung (Rechts / Links entlang) ein; die Straße wird nicht überquert.


„Achtung: Stufe(n)!!!“


Dieses Achtung zeigt an, dass Stufen abwärts führen, oder unerwartet aufwärts.


Rezeption


Ist keine Gegensprechanlage vorhanden und ist der Eingang von der Rezeption aus nicht einzusehen, wird bis zur Rezeption oder bis zum Tresen geführt.